Arzt als Unternehmer: Coaching für Ärzte

Coaching für Ärzte: "Wir schulen Persönlichkeit, um ein gesundes Fundament für den Arzt in der Zukunft zu schaffen!" - Dalina Dembler und Lucia Talotti.
Dalina Dembler und Lucia Talotti sind grundlegend unterschiedlich und doch sehr gleich. Genau diese Polarisierung macht ihr Coaching für Ärzte und die Zusammenarbeit mit ihnen so spannend.

Businessdoc - Arzt als Unternehmer I Daina Dembler & Lucia Talotti - powered by Happy Scribe

Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe des Business Podcast Arzt als Unternehmer in diesem Podcast, das wisst ihr mittlerweile unterstützen wir euch bei dem Weg in die Selbstständigkeit und Niederlassung mit wertvollen Tipps und behandeln auch Themen, die über die klassischen Bereiche der Medizin hinausgehen. Ebenso als erfahrener und etablierter Mediziner findet ihr hier immer wieder kostbare Hinweise für eure Praxis und für euer Unternehmen Praxis. Unser Anspruch ist und bleibt: Wir machen den Arzt zum Unternehmer. Und mein Name ist Oliver Neumann. Und ich begleite den Arzt bei allen wirtschaftlichen Fragen eben auf diesem Weg zum Unternehmer in die eigene Praxis.

Ich habe heute ein sehr spannendes Interview mit zwei jungen Damen oder zwei Damen ja doch jungen Damen aus der Persönlichkeitsentwicklung und HR Beratung, die sich vor einiger Zeit aus dem Industrie Gedanken entfernt haben und in die Selbstständigkeit gegangen sind. Beide haben sehr sehr viel im Bereich der Psychologie, im Personalentwicklung und der humanistischen Psychologie gearbeitet und haben sich vor einiger Zeit eben auch auf dem medizinischen Bereich spezialisiert. So haben wir uns auch tatsächlich kennengelernt und es hat mich sehr gefreut, als wir beide uns in einem per se drei uns in einem persönlichen Gespräch darüber unterhalten haben, wie wir kooperieren und wie wir zusammenarbeiten können.

Und deshalb möchte ich euch heute die beiden Damen aus dem Denke Groß Institut vorstellen. Allein der Name verspricht ja vieles. Die Lucia Talotti und Dalina Dembler. Ja, ich möchte die beiden einfach in Persona kurz vorstellen, bevor ich noch zwei, drei andere Sätze sage, also die Lucia Talotti ist Mutter von drei Kindern, hat italienische Wurzeln, ihre Leidenschaft - wie sollte es auch anders sein? - ist natürlich Italien, der italienische Lebensweg. Und sie gibt ihr Motto an, mit einem Sprichwort: Jeder betrachtet die Welt oder die Dinge auf eine andere Weise.

Ihre Kernkompetenzen liegen tatsächlich im Grund im Konfrontation Coaching. Das habe ich persönlich auch schon erlebt, sehr, sehr spannend. Dem Transformations Coaching, der humanistischen Psychologie, dem NLP und dem Change-Management sowie dem Mentaltraining.

Danlina Dembler ist sagt von sich aus. Sie wird immer häufiger älter geschätzt, als sie ist. Und sie ist sehr bodenständig, sehr offen für Neues, sehr neugierig, liebt Musik und Tanzen, also auch sehr künstlerisch und dadurch sehr kreativ. Sie liebt die Natur und ist sehr viel auf Reisen und ihr Arbeitsmotto: Arbeite klug, aber nicht unbedingt hart.

Auch sehr interessant, sie gleich mal noch zu fragen.

Ihre Kernkompetenzen sind Change Management, Personalentwicklung, die personale Kommunikation, ebenfalls NLP, agiles Arbeiten und mentales Training. Und das Ganze verspricht sehr, sehr viel für das Thema, ja, der emotionale Intelligenz und der Persönlichkeitsentwicklung und der Human Resources in einer Arztpraxis. Darauf haben die beiden sich auch spezialisiert. Darüber werde ich heute sehr tief mit den beiden sprechen und mal gucken, was da tatsächlich an Dingen, die wir bisher alle noch gar nicht beachtet haben, auf uns zukommenden.

Denn beide sagen, es ist nicht nur der IQ, sondern eben auch der EQ sehr, sehr entscheidend. Ihr könnt euch auf beide auch freuen als Referentinnen bei der Startup-Praxis am 6.7.2019 in Dortmund im Signal Iduna Park, Karten gibt es ab sofort auf der Seite startup-praxis.de. Und da werdet Ihr beide live sehen Sie stehen zur Verfügung, haben noch ein spezielles Paket mitgebracht. Freue mich sehr auf das Interview und wünsche euch jetzt ganz, ganz viel Spaß mit Dalina Dembler und Lucia Talotti bis dahin.

Strategieentwicklung für die zukunftsorientierte Arztpraxis - das mein Thema heute. Freue mich wirklich sehr, euch beide hier begrüßen zu dürfen. Im Businessdoc Podcast für mich auch eine Premiere, zwei hübsche junge Damen im Podcast gleichzeitig zu haben. Ich habe noch versucht, ein bisschen was am Outfit zu tun, ist mir aber wie immer nicht gelungen. Wir starten aber einfach mit der Frage: Wer ist Dalina Dembler bzw. Lucia Talotti und was macht ihr beruflich und privat mit eigenen Worten?

Ja, hallo erstmal, mein Name ist Lucia Talotti. Ich bin 47 Jahre alt, Mutter von drei Kindern.

Ja, schon als Kind habe ich mich für das Thema Gesundheit und für Menschen interessiert. Ursprünglich komme ich aus dem Vertrieb. Ich habe jahrelange Erfahrung im Bereich Mitarbeiterführung und Personalentwicklung. Dies habe ich einige Jahre auch im Angestelltenverhältnis im Unternehmen gelebt, bin dann aber ganz schnell an den Punkt gekommen, der mich eingrenzte und der mir meiner gewissen Freiräume raubte. Und ja, ich habe festgestellt, ich konnte all meine Ideen, meine Fähigkeiten nur in einem ganz bestimmten Rahmen leben und umsetzen.

Und dann irgendwann habe ich mich dazu entschlossen, ja mich selbständig zu machen.

Zusammen mit meiner Geschäftspartnerin Dalina Dembler. Und dann haben wir das Denke Groß Institut gegründet. Ja, vor einiger Zeit auf den Mentoring Bereich spezialisiert für Mediziner, also für den medizinischen Bereich.

Ja, ja, ich bin Dalina Dembler. Ich bin 26 Jahre alt und ja, ich mein Weg nach dem Studium eigentlich eingeschlagen und im Arbeiten als Assistenz der Geschäftsbereich-Leitung für den Bereich Personalentwicklung und Personal Kommunikation. Ich habe vorher viele Transformations- und Veränderungsprozesse in Unternehmen begleitet und ja, bei mir gab es auch einen Schlüsselpunkt, bei dem es so war, das eigentlich bestimmte Werte im Unternehmen nur begrenzt gelebt wurden.

Das hat mich persönlich an einen inneren Konflikt gebracht und mir es vor allem bewusst geworden, wie wichtig es ist, gewisse Werte zu leben und nicht nur zu sagen, dass sie gelebt werden.

Ja, meine Leidenschaft für die Persönlichkeitsentwicklung, die war, ja, die war schon immer irgendwie da. Und dann hab ich mich halt auch gewagt, den Sprung in die Selbstständigkeit zu starten und mich zusammen mit Lucia selbstständig zu machen.

Hört sich ja so ein bisschen an, als jene beiden euch gesucht und gefunden habt oder vielleicht auch nicht gesucht, aber einfach gefunden habt. Doch das passiert ja hin und wieder mal. Ich werde ganz gerne nochmal so zwei, drei persönliche Sachen von euch wissen oder auch zwei Fragen stellen. Hab ich auch in dem in der Einleitung schon gesagt.

Lucia, du bist so aus italienischen Wurzeln, du liebst das italienische Leben. Ich habe ganz schön gefunden, du liebst den italienischen Kaffee von der Herdplatte. Das fand ich auch sehr schön.

Kannst du nochmal so ein bisschen sagen, wie schaffst du den Ausgleich für dich? Das Unternehmerin auf der einen Seite, Familienleben auf der anderen Seite, du hast gesagt, du hast drei Kinder.

Also in erster Linie bin ich tatsächlich Ehefrau und Mutter. Die Familie, das sind meine Wurzeln, das ist meine Kraft und die geben mir Energie. Also das ist noch mein Ruhepol. Also ich entspanne zuhause. Wir gehen viel zusammen spazieren, machen Ausflüge und das ist einfach meine Basis, der Ruhepunkt für mich. Da baue ich wirklich wieder neue Kräfte auf. Und wenn ich mich wirklich auspowern möchte, gehe ich auch gerne ins Fitnessstudio. Also ich bin auch jemand, der sehr sportlich ist, also auch Körper...

Ich mache alles, Inlinerfahren, Schifahren, bin auch sehr sportlich. Aber der Ausgleich ist wirklich meine Familie und ich lege sehr großen Wert auf Familie und ich nehme mir auch feste Tage. So der Sonntag, der gehört wirklich der Familie. Da sind wir bei Nonna und Nonno, das ist Großmutter und Großvater in Italien. Da wird gegessen italienische Pasta mit allem was dazugehört. Ja für mich ist das einfach so eine Lebensart und da ist mein Herz. Und der Beruf ist für mich eher eine Berufung als eine Aufgabe. Also ich mache das mit Leidenschaft. Ich habe schon immer gerne Menschen geholfen bei den nächsten Schritten. Ja und das macht mir einfach Spaß, eigentlich tanke ich da auch auf.

Es ist schöner Ausgleich. Eine Familie ist ein schöner Ausgleich, wenn man es so sieht. Wenn man, wenn man die Möglichkeit hat, eben mit dem Partner zusammen dann auch - du hast es gerade gesagt - spazieren zu gehen oder eben auch Espresso zu trinken von der Herdplatte, es eben auch.

Genau, genau. Der klassische Espresso.

Ja, ich hoffe, dass ich auch mal zu dem Vergnügen komme. Dalina, wie geht es dir? Wie schaffst du den Ausgleich zum Job? Ich weiß ihr seit, ihr macht viel zusammen, ihr beide. Ihr seid natürlich auch sehr kreativ. Wie kriegst du das hin?

Also ich bin in meiner Freizeit auch gerne sportlich aktiv, wo ich merken, da kann ich mich auch gerne auspowern, auch immer offen, das Neue auszuprobieren. Aber ja, so eine weitere große Leidenschaft von mir ist eigentlich das Singen und das Tanzen.

Da merke ich, da kann ich ja, da kann ich abschalten. Da tanke ich auch wieder auf. Und wenn nicht, dann gehe ich auch gerne noch spazieren in der Natur und zwischendurch auch so an Wochenenden oder so liebe ich zu reisen, andere Kulturen kennenzulernen, andere Blickwinkel an. Und das mache ich auch gerne mit meinem Partner zusammen und das weiß ich auch zu wertschätzen und dementsprechend ja, ist das ganz, ganz wichtig, sich da auch Zeit zu nehmen.

Öffnet das für euch so ein bisschen den, den Mind also wenn man sich tatsächlich diese Ruhezeiten schafft. Also ich komme auch aus dem Sport und wir haben immer im Sport eine Devise gehabt: In der Pause wächst dein Muskel. Also die Ruhe wirklich zu haben, um dann im Job oder im Training wie auch immer dann wieder voll da zu sein, Vollgas geben zu können. Braucht man das tatsächlich als Unternehmer? Viele fragen sich: ja, Mensch ein Unternehmer zu sein, das ist ein Fulltime-Job. Aber muss man sich die Pausen vielleicht auch aktiv nehmen oder auch einplanen?

Ja, auf jeden Fall. Also die Natur macht uns das ja vor. Es gibt Tag, es gibt Nacht. Es es gibt hoch oben unten recht links.

Also selbst der Herzschlag geht hoch und runter. Also wir brauchen diese Phasen. Wer sich die nicht nimmt, der wird es früher oder später merken. Also ein Mensch kann nicht immer 100 Prozent fahren und voll Power. Irgendwann ist out und dann gibt es dieses schöne Wort Burnout ist ja heute ganz groß, und das passiert dann schnell, wenn man sich nicht diese Ruhephasen gönnt.

Dann wird man auch innerlich sehr unruhig und irgendwann ist die Kraft einfach nicht mehr da. Ja.

Bevor wir jetzt mal gleich auf das Arzt-Thema kommen, wo wir eigentlich schon drin sind mit dem Herzschlag mit rauf und runter. Aber würde ich nochmal kurz auf den Namen eures Instituts eingehen. Denke Groß, Denke groß hat ja vielleicht für den einen oder anderen was sehr Positives, weil man damit Visionen, gute große Gedanken verbindet. Für den einen oder anderen vielleicht aber auch ein bisschen - ich sage es mal euch - abschreckendes, weil man sagt: Gross denken, wie kann ich mir das erlauben?

Ich muss doch erst mal im Kleinen anfangen. Ich habe immer gelernt: Der Schuster, bleib bei deinen Leisten. Wie seid ihr auf diesen Begriff gekommen und was steckt dahinter?

Ja, also Begrenzung beginnt für uns im Kopf. Das heißt, Denke groß - ich steck mir grundsätzlich erst mal ein großes Ziel. Dann würde ich das runter holen in kleine Schritte also bzw. ich setze mir ein Ziel... Wenn ich jetzt z.B abnehmen würde atme entsprechend würde, ich möchte vielleicht jetzt 50 Kilo abnehmen.

Ich würde niemals sofort anfangen mit den 50 Kilo. Das heißt, das ist mein Endziel. Das ist das große Ziel. Und dann sind da viele Zwischenschritte. Das heißt die ersten 10 Kilo. Dann wird das gefeiert. Genauso ist es auch im Denken Groß, Ziel zu denken. Was kann ich im Maximum erreichen, was ist mein großes Ziel? Und dann was brauche ich dafür? Ein kleines Step, ein kleiner Schritt, um dahin zu kommen.

Ja, gerade so das Kontinuierliche. Man sagt ja auch immer mehrere Schläge in eine Kerbe sind es eigentlich, die das ausmachen, dass der Baum umfällt. Und nicht sofort die ganze Kraft und Energie nur da drauf. Und dementsprechend ist ja der Plan eigentlich mit kleinen Steps dem großen Ziel immer näher zu kommen.

Genau.

Ist das die Strategieentwicklung, die bei euch eine große Rolle spielt? Jetzt gerade auch für den medizinischen Bereich, für Arztpraxen, die eine große Rolle spielen in diesem, ich sage mal, die Vision vielleicht vor sich zu sehen, sei es jetzt die eigene Praxis, sei es die Übernahme, sei es der Einstieg, sei es, sei es vielleicht auch einfach nur sich persönlich erst entwickeln zu wollen. Als Arzt, auch als junger Mediziner, der ins Studium vielleicht einsteigt und der vielleicht vor diesem großen Berg des Studiums steht und vor der Facharztausbildung, die dann noch kommt.

Welche Rolle spielt die Strategieentwicklung auch bei einem solchen Prozess?

Eine sehr große. In unseren Augen braucht man eine Strategie, um an ein Ziel zu kommen. Also gerade auch ein Arzt lernt in seinem Studium in erster Linie erst mal alles, was mit Medizin zu tun hat. Aber wenig über Business, über Unternehmensleistung, was er da alles braucht. Das heißt, der Mediziner, ein Mentoring für ihn, der die zukunftsorientierte Praxis, seine Praxis-Entwicklung ergibt. Und das kann er halt mit einem bestimmten Fahrplan.

Da führen wir die Ärzte durch und begleiten sie da Schritt für Schritt. Das heißt, jede Arztpraxis braucht in unseren Augen eine Zukunftsvision.

Also wirklich gerade eine Strategie, da wo Ziele definiert werden müssen, wo man auch das Team mit einbezieht. Kommunikation spielt eine ganz große Rolle und das ein wichtiger Faktor. Und wir begleiten einfach sowohl die Strukturierung als die ständige Optimierung, Abläufe, Prozesse und Schulung, emotionale Intelligenz, weil das in unseren Augen ganz, ganz wichtig ist und unabdingbar für die Zukunftspraxis. Und daher ist unser Ansatz.

Wie Lucia gerade schon gesagt hat, gerade im Studium werden so die unternehmerischen Führungskompetenzen eigentlich gar nicht wirklich gelehrt und ohne die weiß man vielleicht auch gar nicht, wie man Team überhaupt führt oder wie man auch Aufgaben weiter delegiert. Und dementsprechend ist es ganz, ganz wichtig, da eine Strategie zu haben oder vielleicht jemanden als Experten an der Seite zu haben, der genau weiß, wie es funktioniert und der einem genau diesen Fahrplan oder diese Strategie an die Hand gibt. Oder gemeinsam mit ihm natürlich entwickelt.

Wenn ihr, wenn ihr mal so die Ärzte, die ihr vielleicht bis jetzt begleitet habt oder persönlich kennt oder die Entwicklungsprozesse, die er da schon mitgemacht hat. Wie weit seht ihr den Arzt heute? Also eine bestehende Arztpraxis? Nehmen wir mal einfach jetzt Bestand. Wie weit seht ihr die Ärzte heute? Seht ihr, dass die diesen Bedarf schon erkannt haben?

Jein.

Schwierige Frage.

Gute Frage, es gibt natürlich solche und solche Ärzte. Gerade die jüngeren Ärzte sind sehr offen und möchten auch was Neues ausprobieren, sind da mutiger.

Es gibt aber viele ältere Semester, die sind eingefahren, die haben ihre alte Struktur. Da ist es auch schwierig, was Neues einzubringen. Und es ist immer der freie Wille, natürlich, im Vordergrund: möchte ich mich weiterentwickeln und auch als Arzt bin ich offen für bestimmte Dinge? Dann kann man da schulen und dann kann man da ansetzen. Aber die Bereitschaft muss natürlich da sein. Also ich würde sagen, es ist zu 50/50.

Die Veränderung ist natürlich immer ein großes Thema. Und wenn man als Mensch auch merkt, der ist sehr auf Sicherheit gepolt, dann fällt einem das natürlich auch ein bisschen schwieriger, sich mal eben schnell auf neue Dinge einzulassen. Und dementsprechend ist es halt auch vom Typ abhängig, wie der Mensch selber eigentlich ist, was für eine Persönlichkeit er hat.

Veränderungen machen oft auch Angst. Weil man alte Bahn verlässt , muss aus alten Strukturen und muss dann raus. Und das möchte hier nicht jeder.

Ich hab in der Vorbereitung auf das Interview nochmal so ein paar Dinge von euch aufbereitet, mir so ein paar Sachen angeguckt. Dann sind mir vier Begriffe gerade für den Mediziner in der eigenen Praxis aufgefallen, die ich sehr, sehr schön fand, worüber wir sprechen müssen. Ich habe mir aufgeschrieben, der Arzt hat als Unternehmer bzw. als Führungsperson in der Praxis sich mit vier Aufgaben zu beschäftigen. Er ist einmal Patienten-Versteher, er ist einmal Basis-Ökonom, er ist Geschäfts-Architekt und er ist Team Player oder Team Bauer. Das fand ich von der Begrifflichkeit her sehr schön. Also Patienten-Versteher kann ich noch nachvollziehen bzw. kann ich mir erklären, was aus dem Begriff herauskommt. Trotzdem steigen wir doch da mal ein.

Warum ist es wichtig, als Mediziner seine Patienten zu verstehen und vielleicht mit ihnen auf einer Ebene zu kommunizieren?

Ja, gerade so auf Augenhöhe ist ein ganz, ganz wichtiges Thema. Und wir reden hier von emotionale Intelligenz und natürlich auch viel von Empathie. Damit ich natürlich meine Patienten erreiche, muss ich mich auch irgendwie in seine Situation einfühlen können und dann auch entscheiden zu können: ja, was ist vielleicht die richtige Methode oder was ist überhaupt die Ursache? Und wir gehen quasi daran und dementsprechend reden wir halt vom Patienten- Versteher, dass er da auf seinen Patienten halt auch eingehen muss und deshalb auf Augenhöhe, wie gesagt, und dann natürlich das Einfühlungsvermögen hat oder die Empathie, sich in einen Patienten vielleicht auch hineinzuversetzen.

Die Menschlichkeit ist da ganz wichtig.

Wie ist es denn in dem Moment mit dem, also wir haben ja vorhin noch dieser unser Team Bauer Teamplayer. Aber wie wichtig ist es in dem Moment als Patienten-Versteher eben oder im Rahmen der Gleichberechtigung, der Augenhöhe mit dem Patienten das Team in so einen Prozess mit einzubinden? Also ich sag jetzt mal, ich komme in die Arztpraxis, ich komme, selbst wenn der Arzt noch so empathisch ist. Und der erste Kontakt ist ja das Personal und auch die haben nicht immer - das ohne Wertung jetzt - gelernt:

Wie gehe ich denn vernünftige, auf vernünftige Art und Weise, mit Patienten um? Und auch die müssen, haben den Bedarf einer gewissen Schulung. Gibt es da bei euch im Rahmen des Patienten-Verstehens auch Möglichkeiten, die das Team mit ins Boot zu nehmen?

Ja klar, selbstverständlich. Es muss mit ins Boot genommen werden. Also die ideale Führungskraft braucht Werte, Ziele und die muss auch begeistern können. Das heißt, das Team muss involviert werden. Das heißt die Kommunikation und Transparenz muss geschaffen werden, einfach auch, um eine Vertrauensbasis zu schaffen. Dass es klar ist, man weiß, wohin geht es... und dass alle an einem Strang ziehen, das ist oft gar nicht so klar. Na also.

Ja, es ist gerade... wir sagen auch immer viel Werte und Ziele.

Also natürlich hat der Arzt gewisse Werte, die natürlich auch für seine Vision wichtig sind. Wenn er aber im Team niemand hat, der diese Werte teilt oder überhaupt nicht weiß, welche Ziele gerade entscheidend sind, um das quasi zu erfüllen, dann laufen alle durcheinander. Und dementsprechend je mehr man das kommuniziert hat und je mehr sich auch die Leute oder seine Mitarbeiter mit den Zielen und den Werten identifizieren, desto mehr strahlt das natürlich auch auf die Patienten aus.

Und jeder hat einen klaren Aufgabenbereich. Jeder kennt seine Rolle und weiß, wie er dann natürlich auch gut damit umzugehen hat. Ja, das schulen wir natürlich wir natürlich auch.

Also das Mindset des Arztes ist prinzipiell, fundamental und wichtig.

Natürlich auch das der Mitarbeiter ja.

Also wenn ich jetzt, wenn ich jetzt mal darüber nachdenke, es gibt diesen... Passt jetzt gar nicht, mir fällt gerade nichts anderes ein, der Fisch stinkt immer vom Kopf. Also letztendlich, wenn der Arzt das vorlebt, wie gehe ich mit Patienten um und das weitergibt an seine Mitarbeiter, glaube ich, das ist eine gute Grundlage gelegt. Lebt der Arzt ist schon nicht vor, werden die Mitarbeiter wahrscheinlich auch das nicht unbedingt umsetzen oder umsetzen wollen.

Aber wie würdet ihr.. gibt es so ein Hack, so einen Tipp, wo ihr sagen würdet zum Thema Patienten verstehen, könnte man das oder das mal tun? Also mir fällt was für diesen Fall ein. Wir fragen unsere Patienten einfach mal: Wie wohl fühlen sie sich in unserer Praxis? Sind die Strategien, die wir überhaupt vorhaben oder die wir meinen umzusetzen? Wäre das sowas, wo man z.B. mal erfahren kann, fühlen sich die Patienten wohl und verstehen wir die Patienten, wenn ich sie einfach mal frage?

Genau, genauso. Also witzigerweise früher hat der Arzt die Patienten gefragt: Wie fühlen Sie sich? Und da sind wir schon beim ersten Punkt - Fühlen. Das ist etwas Innerliches. Wie fühle ich mich? Dann gehe ich in mich und mache mir Gedanken, wie fühle ich mich? Aber die Standardfrage heute ist: Was fehlt Ihnen?

Also, das heißt, es wird weg vom Menschen geschoben bzw. die Menschlichkeit geht so ein bisschen verloren. Und gerade um das Fühlen geht es. Wie fühle ich mich denn. Bin ich heute traurig, bin ich glücklich, bin ich bedrückt? Weil das passiert einiges, auch bei einem Patienten unterbewusst, wo der Arzt schon an manchen Punkten schnell erkennen kann: Ja, was hat der Patient tatsächlich für eine Stimme, und was macht diese Stimmung mit bestimmten Organen oder mit seinem Körper? Das ist ja schon sehr interessant und hängt irgendwo auch alles zusammen.

Ist das dann nicht nur ein schulmedizinischer Ansatz, sondern ganzheitlicher?

Weil du ja gerade sagst, die Gefühle fühlen hat ja auch Einfluss auf.

Auf Körper, Geist und Seele. Die Körper, Geist und Seele sind einfach die Aspekte, die zusammen spielen. Also selbst wenn ich körperlich gesund bin und meine Seele ist krank. Wird irgendwann der Punkt kommen, wo auch der Körper krank wird, weil er ständig Signale senden: ich bin nicht heil, das heißt, ich bin ständig traurig. Irgendwann bleibt die Depression nicht aus oder die betrübte Stimmung und die liegt natürlich in meinem Körper ganz fest, also das ist automatisch und immer da.

Dementsprechend finden wir wichtig zu fragen auch natürlich als Arzt: wie fühlt sich der Patient? Den Patienten mehr mit einzubeziehen und dann natürlich auch als Patienten-Versteher zu agieren.

Und einfühlsam sagt ja auch schon das Wort, nämlich - Einfühlen in den Menschen.

Der Mensch spricht mit mir, er kommuniziert. Er sagt mir eigentlich ganz schnell, was tatsächlich dahinter steckt. Ich kann viel tiefer gehen.

Ja, das hat die deutsche Sprache sowieso.

Wenn man ein bisschen genauer hinhören bei einigen Sätzen oder bei einigen Worten oder Wörtern, die wir sagen, kennen wir sehr gut, was eigentlich damit gemeint ist. Aber man redet eben einfach sehr häufig, gibt es nicht auch anders. Lasst uns zu dem zweiten Punkt kommen, finde ich auch sehr sehr interessant. Da beschreibt ihr ja den Basis-Ökonomen. Was ist damit gemeint?

Also mit dem Basis-Ökonomen ist eigentlich gemeint, dass er sich natürlich auch mit... er muss jetzt nicht Finanzexperte sein, sondern dass er natürlich auch die Abläufe, was im Unternehmertum wichtig ist, und von der Basis her vom Grundkonzept ja auch versteht, dass er weiß, wer kann sich vielleicht auch im Team darum kümmern.

Wen brauche ich dafür? Aber dass er als Führungskraft natürlich auch den Überblick behalten kann, was er sich da ja... Mit beschäftigt.

Also, das heißt, er muss nicht alles in die Tiefe kennen und können, sondern er sollte eine Grundlage haben, die ihn dazu ermächtigt sein, seine Praxis, sein Unternehmen auf einer ökonomischen, sehr technisch, was ich jetzt gerade sage, auf einer ökonomischen Basis führen zu können.

So verstehe ich das, ja?

Genau auf jeden Fall.

Da geht es ja auch um wirtschaftliche Entscheidungen. Also welche, welche Entscheidungen kann ich treffen, wenn ich neue Geräte anschaffen möchte, wenn ich neue Mitarbeiterinnen einstellen will? Wenn ich meine Praxis umbauen möchte? - hat ja meist wirtschaftliche Grundlagen. Das ist die Basisökonomie des Arztes als Unternehmer, sehe ich ganz genauso. Ansonsten, das ist immer etwas, wo ich mir auch in der Zukunft sehr vorstelle, dass wir sehr daran arbeiten, den Arzt über verschiedene Tools auch in diese Richtung weiter zu entwickeln und weiter auszubilden.

Ich habe ja immer so ein bisschen mein Gedanke dazu, eine Online Akademie, dafür für dieses Thema. Aber das ist zum späteren Zeitpunkt mal.

Der dritte Punkt, den ich mir aufgeschrieben habe, finde ich auch sehr sehr interessant, ist der Geschäftsarchitekt. Warum ist der Arzt Architekt oder was, was steckt hinter diesem Begriff?

Hinter dem Begriff steht eigentlich, dass er natürlich bestimmte Strukturen und Abläufe halt im Überblick hat oder auch aufbaut. Wie wir schon gesagt haben, es gibt bestimmte Aufgabenverteilung. Es muss klar sein, wer welchen Verantwortungsbereich hat, und dementsprechend baut der Arzt, der quasi als Architekt das Konstrukt drumherum und dementsprechend auch sein Unternehmen oder sein Geschäft auf.

So meinen wir quasi den Geschäfts-Architekten.

Genau im besten Fall fängt er mit dem Fundament an und nicht mit einem Dach, weil sonst wird das Ganze nicht standhalten, dann bricht es zusammen.

Also ich verstehe es vielleicht sogar noch, dass der Architekt, der hat ja eine übergeordnete Funktion. So habe ich ihn jetzt verstanden. Also wenn wir mal von der Planung über die Umsetzung bis zur Kontrolle hinterher (reden), also bevor irgendjemand... meist baut der Architekt ja nicht selbst, sondern er befähigt ja andere dazu zu bauen. Das ist ja für mich auch fast - das kommen wir gleich mal drauf zu dem Teambilder - also Teambauer. Auch eine Möglichkeit, die Mitarbeiter zu entwickeln. Und ich fand den Begriff deshalb so schön, weil ich verstehe darunter ja auch die Führungskraft, die in der Praxis den Mitarbeitern, die Möglichkeiten gibt, sich zu entwickeln, indem ihre Aufgabenfelder klar beschrieben sind. Also ich sag mal die Gewerke, die der Architekt im Bau beschreibt, also ihr habt gerade Fundament gesagt oder ich sag mal - der Schreiner, der Tischler, der - wen haben wir noch? - Der Maurer, der Installateur und so weiter.

Also er befähigt die Leute ja dazu, das, was sie können, umzusetzen, aber plant, kontrolliert und setzt um.

Genau das ist es. Er hat die Weitsicht, die Visionen und er weiß, was braucht er dafür. Das heißt, er muss nicht alles selber machen. Darum geht es nicht. Aber er hat das große Ganze im Blick und er organisiert und strukturiert das. Und er muss wirklich die Übersicht behalten.

Genau. Er hat eigentlich den Fahrplan.

Ja, okay. Sehr schön. Ja, dann kommen wir zum zum letzten Begriff, dass er Team Bauer oder Team Bilder.

Ja, ja, da geht ein bisschen darum natürlich zu gucken. Wen brauche ich im Team. Und wie baue ich mir natürlich das richtige Praxis Team auch zusammen. Vor allen als Arzt:

Was sind meine Stärken und Schwächen? Welche Rollen kann ich als Arzt gut erfüllen und wem brauche ich, der mich da unterstützt? Und es gibt natürlich viele verschiedene Persönlichkeiten und da muss ich halt schauen, wenn ich jemand bin, der sehr, ja sehr vielleicht analytisch unterwegs ist. Wen brauche ich da quasi als Gegenpol? Nur, wenn wir quasi ein heterogenes Team haben, dann funktioniert alles auch sehr gut und dementsprechend muss ich halt schauen: wem brauche ich im Team?

Welche Mitarbeiter Ressourcen habe ich vielleicht auch schon im Team? Und wie setze ich diese optimal ein? Und gerade als Führungskraft muss man natürlich dann die Stärken und Schwächen auch seiner Mitarbeiter kennen.

Wie ist das denn aus eurer Sicht mit der Erweiterung der Praxis z.B. durch einen weiteren Arzt, durch einen weiteren Kollegen? Also Team heißt ja nicht nur Mitarbeiter. Team heißt ja guter Kollege, sondern auch Mitarbeiter, aber heißt ja auch gleichberechtigter Partner, so wie ihr beiden z.B. ja auch zusammenarbeitet. In einem Team fällt mir jetzt gerade ein, weil du gesagt hast die... das, was er gut kann, jetzt fangen wir mal an. Der eine ist ein hervorragender Operateur als Orthopäde, aber der andere ist eben ein sehr guter konservativer Behandler, indem er gewisse Techniken gut kann, chiropraktische Techniken oder andere Dinge.

Wie verhält sich das Teambuilding bezogen auf einen Partner, den ich kennenlerne und der dazukommen kann? Ihr könnet doch aus eigener Erfahrung noch mal sagen.

Also wir beiden haben uns wirklich gesucht und gefunden und ergänzen uns sehr gut. Genauso sehen wir auch einen Arzt, der in einer Führungsrolle steckt. Der sollte an seinem eigenen Wachstum Freude haben und auch an dem Wachstum anderer.

Es sollte eigentlich mehr ein Miteinander wachsen werden als ein Gegeneinander. Das heißt, wenn ich erkenne, dass jemand anderes genau das hat, was ich nicht habe, ist das jetzt kein Konkurrenzkampf in dem Sinne, sondern eine Ergänzung. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Das ist jetzt kein Spruch, einfach so. Denn so ist es tatsächlich. Wenn man ganz viele verschiedene Charaktere bildet und Persönlichkeiten, die zu einem Ganzen zusammen steht, hat man nämlich die Perfektion an sich nicht, wenn nicht alle alles leisten. Jeder hat seine Stärken und es ist gut, dass wir uns darauf fokussieren. Und darum gibt es bestimmte Experten auf einem speziellen Gebiet und der andere kann dann genau die Rolle übernehmen, wo eben der eine sagt: Ja, das ist nicht so mein Part, aber ich weiß, er macht es besonders gut. Und gemeinschaftlich bilden wir so eine ganze Einheit.

Und jeder kann natürlich auch seine Leidenschaft, das, was er gerne macht, ausleben und muss nicht vielleicht noch sich andere Rollen oder Parts übernehmen, die ihm eigentlich gar nicht so gut liegen. Dementsprechend auch bei uns im Team ist es wirklich so, dass wir uns da perfekt ergänzen.

Genau. Also. Man weiß ja einfach nur einzuschätzen, was der andere hat und sieht es nicht als Konkurrenzkampf an. Wäre ich auch gern so bodenständig, es braucht Kreative, es braucht den Ideenreichtum. Aber genauso braucht es eine Bodenständigkeit. Man kann nicht alles gleich sein, das muss man auch nicht. Darum geht es immer zu schauen, was hat der eine und was brauche ich noch, was fehlt mir, das ergänze ich dann.

Und so baut er quasi das optimale Team zusammen.

Sagen wir, das ist ja vielleicht das, was dann auch wieder die Marke der Praxis bestimmt. Zu sagen, wofür steht die Praxis? Die Praxis steht eben dafür, dass es auf jeder oder auf unterschiedlichen Ebenen oder jetzt wie bei euch. Das Unternehmen steht dafür, auf unterschiedlichen Ebenen trotzdem eine Kompetenz zu haben, Expertise zu haben und damit in der Außendarstellung. Also ich hatte ja auch n:Wie unterstützt das Team die Praxis?

Das Personal Branding einer Arztpraxis habt ihr gerade im Grunde gesagt. Ich stelle mich sehr breit auf. Nach außen hin bin ich dann eben so, dass sich genau weiß, es gibt jede Kompetenz und kann in der Praxis abgebildet werden. Für was stehe ich da? Könnt ihr dann nochmal vielleicht zwei Sätze zu sagen aus eurer Sicht? Also das Thema Personal Branding hat ja sehr stark mit der Persönlichkeit des Arztes, der Mitarbeiter zu tun, wie hilft das aus eurer Sicht, die Marke weiterzuentwickeln?

Ja, also es ist auf jeden Fall essenziell. Das heißt, eine gemeinsame Strategie und Zukunftsvision. Das hatten wir auch schon vorhin angesprochen. Wie muss es verfolgt werden, nicht nur vom Arzt, sondern vom gesamten Team? Und das muss auch transparent sein. Es muss klar kommuniziert werden. Das heißt, alle arbeiten auf ein gleiches Ziel hin und man identifiziert sich so zu sagen damit, also man hat... es entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit einfach auch.

Und das ist halt ein wichtiger Faktor, der einen positiven Antrieb sowohl für Mitarbeiter als auch für den Arzt hat und wirkt sich dadurch auch positiv auf das Personal Branding aus.

Ja, und wenn, wie wir vorhin gesagt haben, wenn auch die Rollenverteilung klar ist und die Verantwortungsbereiche dann da greifen... es ist Team, also alle zusammen, jetzt auch mit dem Arzt... Greifen sie einzelne Zahnräder zusammen und das Getriebe läuft quasi optimal. Und das wirkt sich natürlich auch wieder auf Patienten. Es strahlt ja aus und dementsprechend fühlt man ja dann auch eine gute Stimmung oder wie es eigentlich läuft in der Praxis und das ist natürlich auch zeigt so ein bisschen nicht nur die Persönlichkeit des Arztes, sondern die der Praxis und die der Mitarbeiter und dementsprechend, ja, fördert das natürlich das passende Branding.

Der Erfolg eines Teams, der wächst nicht auf einer sondern auf vielen Schultern und es geht wirklich um ein Miteinander.

Wie ist das denn? Das Thema Arzt, seine Arztpraxis. Viele Patienten. Ist ja nicht immer? Es ist nicht einfach. Also ich sag mal, wenn ich viel Zeit habe für einen Patienten, ist immer gerade das Thema im Umgang mit gesetzlichen Patienten. Wenn ich eine Hausarztpraxis nehme, eine Kinderarzt Praxis nehme, da ist sehr viel los. Da ist natürlich viel Stress und der Stress ist ja nicht etwas, was nur das Team betrifft, das dann natürlich immer versuchen muss, die Ausgeglichenheit irgendwie nach außen zu tragen.

Aber der Stress, der überträgt sich ja auch auf Patienten. Also wenn ich merke, meine Praxis ist gut besucht, ich habe viele Patienten, dann sind sowohl die Helferinnen, die Patienten, aber auch der Arzt betroffen. Gibt's irgendwie aus eurer Sicht Möglichkeiten, wie gehe ich mit diesem Thema um? Was kann ich tun, damit ich in der Praxis ja dieses Thema durch z.B. eine Planung oder durch irgendetwas anderes besser in den Griff bekomme?

Also da ist auch Transparenz ganz wichtig und ehrliche Kommunikation. Das heißt, der Arzt darf auch offen und ehrlich sagen, dass er gerade unter Stress geraten ist, weil etwas nicht passt, was jetzt vielleicht nicht geplant war.

Oder es passieren manchmal Dinge, die sind einfach Quer-Einschießer. Aber da muss man sich schnell flexibel wieder umstellen. Und das bedeutet auch erst mal Stress.

Das heißt, wenn ich aber jetzt als Führungskraft, als Arzt meinen Angestellten also den Mitarbeitern sage, dass ich gerade mit dieser Situation kämpfe und warum, was es mit mir macht, dann öffnet das auch für die Stimmung und für das Team ein gewisses Mitgefühl.

Also ich, ich versetze mich in die Lage und kann besser verstehen: Ah, deshalb ist er so, kann ich da hineinversetzen. Vielleicht komme ich auch dazu, Lösungen vorzuschlagen, weil ich mich damit befasse. Anstatt wenn ich etwas für mich behalte, im Team halt irgendeine Rolle spiele, kann mir keiner folgen. Keiner weiß, warum passiert das gerade.

Und so unterstützt man sich auch wieder gegenseitig. Und was natürlich auch richtig ist. Zum Thema Stress, dass ja man natürlich guckt, dass man auch im Tagesgeschäft auch die Prioritäten richtig setzt, dass man weiß: Okay, worauf liegt jetzt mein Fokus? Ist das jetzt wirklich gerade auch das Wesentliche? Ja. Aber wir sind natürlich auch der Meinung, dass man sowieso das Thema Stressmanagement oder Stressbewältigung auch zum Thema macht. Da würde ich gern nochmal drauf eingehen.

Das ist schon spannend. Wenn ich jetzt höre: okay, ich darf als Arzt tatsächlich - ich nenne es jetzt mal gerade - die Schwäche zeigen, ja zu sagen. Auch ich selbst bin gerade mit der Situation überfordert, darf mir diese diese Freiheit nehmen, meinen Mitarbeitern zu sagen: Okay, wir müssen, vielleicht nicht in der Situation, aber langfristig daran etwas ändern. Und so würde ich es jetzt verstehen, das Team also mit ins Boot holen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Ist das so gemeint?

Ja, das zeigt Stärke. Also ein starker oder ein Mensch von Größe geht somit mit diesen Sachen um. Das heißt, er versucht nicht perfekt zu sein, sondern er sagt einfach mal: Ich hab heute keinen guten Tag. Ich bin gerade auch privat vielleicht gestresst, weil ich bringe ja natürlich auch als Mensch Sachen mit in die Praxis. Es sind mehrere Faktoren und einfach Ehrlichkeit und nicht versuchen jemand zu sein, der man in dem Moment gerade gar nicht ist.

Also Stress entsteht auch wenn wir uns den äußerlichen Umständen ausgeliefert fühlen.

Das heißt wirklich einfach damit anders umgehen, innerlich anders umgehen.

Das heißt nicht die Situation, das Problem leben, sondern es sachlich betrachten, analytisch betrachten und dann mit einer Strategie da dran gehen.

Und in dem Moment, in dem ich natürlich auch ja, Mitarbeiter und so weiter einbinde, wie Lucia schon gesagt hat, finden sich auch gemeinsam Lösungsvorschläge, wenn man sagt:

Okay, wenn ich jetzt als Arzt sagt: ich bin damit gerade überfordert. Dann sagt der Mitarbeiter XY vielleicht: Hey, da hab ich aber eine Idee oder da kann ich auch gerade aushelfen und schon ergibt sich wieder was Neues.

Ja, steigert das vielleicht auch die Zusammenarbeit in der Praxis. Also ich sage mal das Wir-Gefühl. Zu sagen Mensch, da öffnet sich der Chef in Anführungsstrichen oder einer der Chefs der Führungskräfte, die (Bindungs mit eingeben) und die Möglichkeit da einzubringen. Stärkt das das Wir-Gefühl?Bringen wir das durch dieses einfühlsame Verhalten der gesamten Praxis mehr nach vorne?

Ja, die halbe Miete, die halbe Miete zum Ziel, das tatsächlich offen, dass man über Probleme spricht, dass man die offen legt, dass man seine Bedürfnisse äußert. Authentizität ist ein ganz wichtiger Punkt, dass man eigentlich ehrlich miteinander ist.

Dementsprechend, ja, wenn auch die Führungskraft sich öffnet, dann bietet das natürlich auch Raum dafür, dass auch alle anderen sich öffnen.

Und auf einmal schafft man also eine ganz andere Basis und begegnet sich auf einer ganz anderen Ebene, wo auf jeden Fall das Wir-Gefühl gestärkt wird.

Also ich glaube, das macht, das macht richtig Spaß, sowas mit zu entwickeln. Ich kann mir das richtig vorstellen, wie die, wie ein Team wächst an so einem Prozess, also. Wie das Ganze vorangeht, wenn man tatsächlich auch diese in einer Praxis, in solchen oder überhaupt ein Unternehmen bei solchen Schritten begleitet. Ich würde ganz gerne nochmal euch fragen. Ich weiß, ihr habt ja so spezielle Pakete, nenne ich es jetzt mal, wie geht ihr vor in einer Praxis?

Also ich lerne euch jetzt kennen und ich sage Mensch, ich möchte hier meinen Personal entwickeln, meine Human Ressourcen mir als Arzt unglaublich wichtig. Ich möchte das Team, die Praxis weiter nach vorne bringen. Jetzt nicht, weil ich ein Problem habe, sondern weil ich einfach sehe, dass auch solche Maßnahmen wie zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit euch ebenfalls zu einem Teambuilding Prozess und zu einem Personal Branding Prozess und damit vielleicht zu einer Veränderung der Praxis führen kann, die ich mir seit langer Zeit wünsche.

Also selbst wenn meine Praxis gut läuft, die Frage heißt ja nicht immer nur wirtschaftlich gut oder schlecht, sondern ist das das Leben als Arzt, was ich mir tatsächlich in den nächsten 20 Jahren weiter vorstellen kann, mit Patienten, wenn es so weitergeht? Also ich erlebe es immer wieder... Letzte Woche ein Gespräch geführt mit einem Arzt aus... es ist auch egal woher. Aber der, der mir ganz klar sagt: mensch, so in den nächsten 25 Jahren oder solange muss er aber nicht mehr.

Aber nächsten 20 Jahren. Er macht es jetzt wie sieben oder acht Jahre . Ich möchte das nicht weitermachen. Weil mir fehlt tatsächlich die Freiheit und vielleicht auch die Herausforderung in vielerlei Dingen.

Das ist wichtig, glaube ich. Brauche ich eine wirtschaftliche Not, um zu sagen: ich komme jetzt mit so Beratern wie ihr in Kontakt. Sondern vielleicht möchte ich einfach etwas ändern bei mir in der Praxis, damit ich den Weg anders gehen kann, damit ich vielleicht andere Patienten bekomme. Also die sportliche Fachrichtung spezifisch oder auch, weil ich ein besonderes Leistungsspektrum anbiete, was ich in meiner eigentlichen Praxis bisher gar nicht anbieten konnte.

Wie macht ihr es?

Genau, da geht es wirklich um das Thema, dass wir genau da anfangen zu schulen, wo der Arzt gerade steht. Das heißt, das tun wir mit Hilfe einer wissenschaftlichen Bedarfsanalyse. Wir holen also jeden da ab, wo er wirklich gerade steht. Das ist nämlich ganz unterschiedlich, weil es immer um Menschen geht, die einen ganz verschiedenen Persönlichkeitsstand haben. Also manche haben da schon ein bisschen vorgearbeitet. Es gibt auch Menschen, die sagen: ja, Entwicklung hört nach der Kindheit auf.

Wobei wir den Ansatz fahren: Entwicklung hört nie auf. Die geht immer weiter bis zum Tod. Also man entwickelt sich ständig weiter um seine Persönlichkeit. Und das ist auch der Ansatz. Also präventiv eben. Der Patient kommt ja auch nicht zum Arzt, wenn er schon im besten Fall todkrank ist, im schlechtesten Fall, meine ich, sondern im besten Fall vorher. Wenn es erst anfängt, nicht gut zu laufen. Das heißt, wir haben uns das zur Aufgabe gemacht, jeden individuell abzuholen und erst mal zu schauen: Was braucht der Arzt gerade, um den nächsten Schritt zu gehen?

Das heißt, dabei steht bei uns tatsächlich der Mensch im Fokus.

Also wir denken, das ist ganz wichtig aus unserem Blickwinkel heraus, weil jeder braucht eine andere Strategie. Also das heißt, es ist individuell auf die Persönlichkeit zugeschnitten und auf den Erfahrungen basiert, die der Arzt hat. Und darauf schneiden wir eine Strategie zu.

Na also. Ja, wir machen uns natürlich auch erst ein ganzheitliches Bild, indem wir uns natürlich die Situation und die Lage des Arztes anhören, natürlich auch die der Mitarbeiter und uns natürlich unser eigenes Bild noch verschaffen. Und daraus ergibt sich dann quasi ja die Strategie, die wir, die wir entwickeln. Also es ist wirklich eine wissenschaftliche Bedarfsanalyse und anhand der und der Auswertung entwickeln wir dann gemeinsam mit dem Arzt die passende Strategie genau auf ihn individuell.

Also es gibt da verschiedene Modelle. Man kann auch verschiedene Zeiträume wählen, also die Mentoring Pakete. Wir sagen dazu Mentoring Pakete, weil wir sie begleiten. Also das heißt Coaching nicht in dem Sinne, dass wir irgendwelche Sachen übermitteln. Und danach lassen wir den Arzt alleine dastehen und er muss es zusehen, wie er das umsetzt, sondern wir begleiten wirklich vom Anfang bis zum Ende, gehen Schritt für Schritt mit. Da kann man entweder sagen Ich mache das einen Monat, ich mache das dann drei Monate, sechs Monate oder ein ganzes Jahr.

Da kann man natürlich dann entsprechend viel bewegen. So ein Jahr begleiten bedeutet, wir begleiten auch mehrere Phasen.

Ich halte das für wichtig, weil ich glaube, gerade so ein Veränderungsprozess, der muss doch immer wieder Feedback erlauben und auch die Möglichkeit geben, sich zu unterhalten, auszutauschen, selbst wenn der Arzt das mit seinem Team auch irgendwann machen sollte.

Aber ein bisschen die Gewissheit hat, bei dem einen dauert es vielleicht ein bisschen länger, bei dem anderen geht es vielleicht ein bißchen schneller, weil er vielleicht klare Vorstellungen hat. Ich finde es aber nur wichtig nochmal. Deshalb war mir das gerade so wichtig auch zu sagen. Es geht nicht um eine wirtschaftliche Schwächephase einer Praxis, sondern es geht um eine strukturierte Ausrichtung und um eine, ja, vielleicht Vision, die ich auch für die Zukunft habe, wo ich dann sagen kann: Ja, da will ich hin.

Ich weiß aber jetzt gar nicht, wie ich das umsetzen kann. Also nicht nur nicht wirtschaftlich, sondern strategisch. Auf der menschlichen Ebene, auf der Personal Ebene, also unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Das finde ich wirklich toll. Also wir machen auf jeden Fall natürlich die Verlinkung zu euch, zum Institut, zu den Dingen, die ihr habt in die Shownotes. Ihr seid ja auch, da freue ich mich auch wirklich sehr drüber beim Startup Praxis Event dabei, am 6.7. in der Westfalia da könnt ihr, ne nicht Westfalenhalle sofort sagen im Signal Iduna Park im Westfalenstadion.

Ihr seid ja auch vor Ort. Man kann sich mit euch unterhalten. Man kann auch mal euch persönlich kennenlernen. Ihr habt einen tollen tollen Vortrag dabei. Also da freue ich mich auch wirklich sehr drauf. Und da sollten alle die, die Interesse haben euch kennenzulernen, auch auf jeden Fall hinkommen.

Wir freuen uns natürlich dabei zu sein.

Ja, ich habe auch gesehen, ihr habt auf der Seite und das würde ich jetzt einfach auch mal ansprechen, sollte jetzt jemand Interesse haben, sagen Mensch, die beiden sind, das interessiert mich schon, was die da machen. Die können natürlich bei euch auf der Homepage gucken. Sag nochmal die Adresse www.

okay, wir werden auf jeden Fall verlinken, aber da gab es eben auch die Möglichkeit,

hab ich jetzt gesehen eines kostenlosen Erstgesprächs. Also ihr bietet an, wie macht ihr das, es nennt sich jetzt noch nicht Analyse, aber das Erstgespräch und die Beratung dieses Kennenlernen einfach vorweg, damit der Arzt und ihr sagen können, ob ihr zusammenpasst, ob das matcht, richtig?

Richtig, genau das ist der Punkt. Weil es muss einfach passen. Man muss einfach das Gefühl haben: Ja, das ist genau das, was ich gesucht habe. Ich habe ein gutes Gefühl und deswegen auch dieses Erstgespräch, wo man sich kennenlernt, wo man nochmal bespricht. Was genau ist das Ziel, was ist gerade aktueller Stand? Und man beschnuppert sich erstmal.

Ja, es können Fragen geklärt werden, die natürlich irgendwo noch offen im Raum stehen. Und wie du gerade auch schon sagtest, man ja, man beschnuppert sich oder man lernt sich einfach kennen und kann sich erst erstmal ein Bild verschaffen. Ob das so auch menschlich (passt)?

Ich sage auch mal, das ein absolutes Nasen Geschäft. Also man muss die Nase einfach mögen, die gegenübersitzt. Es ist einfach so, man muss sich auch gar nichts vormachen. Und ich finde dazu ist dieses Erstgespräch auf dieser Basis wirklich toll. Ja. Ich guck immer ein bisschen auf die Uhr. Wir haben schon vierzig Minuten etwas über 40 Minuten. Die Zeit vergeht immer wie im Flug. Das ist der Wahnsinn. Aber wie ihr wisst, ich mache es zum Schluss...

Und bei euch ist es natürlich eine doppelt Q&A Session. Zum Schluss also eine kurze Frage, kurze Antwort Runde und die leiten wie einfach mal ein. Die Zukunft der Medizin: wohin entwickelt sich die Medizin aus eurer Sicht in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

Ja, das ist eine gute Frage. Die Weltbevölkerung, die wächst und wächst immer weiter und die Altersstruktur verschiebt sich. Und die Wissenschaft sucht unaufhörlich nach Möglichkeiten, schwere Krankheiten zu heilen und die Pflege zu optimieren. Ja, wir sind in der Zeit der Digitalisierung. Künstliche Intelligenz, Big Data und Deep Learning sind schon heute aus dem medizinischen Alltag kaum wegzudenken.

Aus unserem Blickwinkel sind das alles ganz tolle Sachen. Und es ist schön, dass sich ständig alles weiterentwickelt. Aber wie alle Dinge hat auch das die Künstliche Intelligenz zwei Seiten. Also solange der Mensch selbst denkt und der Antrieb zum Wohle des Menschen steht und dient, ist jede Entwicklung aus unseren Augen grundsätzlich erst einmal gut.

Die Frage ist immer, wofür nutzen wir diese Technologien? Und wenn wir unsere Denkweise, also Mindset nicht anpassen, ja dann kann uns dieser auch überholen.

Dementsprechend ja, es ist sehr spannend, wie sich die Zukunft so auch im Bereich der Medizin natürlich entwickelt. Weil es ist, wie du gesagt hast, immer schon zweischneidiges Schwert und ja, wenn wir das Mindset uns nicht anpassen. Dann überrollt uns vielleicht die Technologie.

Innerer Wachstum ist ja ganz wichtig.

Sehr spannend. (Irgendwann) hat mal gesagt, gerade zum Thema KI, ob das die letzte Entwicklung des Menschen ist, die also bzw. die letzte Technik, so war es, die der Mensch entwickelt. Das würde ja dem entsprechen, was ihr gerade gesagt habt.

Viele Filme also, ich sage mal so, ein bisschen Wahrheit ist in allem. Ich bin jetzt kein (...)und um Gottes willen... Das ist tatsächlich nur eine Überlegung. Das muss man einfach auch mal sacken lassen, um mal zu überlegen Was bedeutet das tatsächlich für die Zukunft?

Genau darüber sind sich viele gar nicht so wirklich bewusst. Denn gerade die Mediziner sind wir so weit. Das dürfen wir nicht unterschätzen, wir machen Roboter mit einer Konsole. Schon ein Roboter an die OPs.

Wobei wir wir ja hier in Deutschland denken immer: wir sind weit. Wenn man im Silicon Valley ist, dann weiß man, wie weit die Welt wirklich schon ist. Da sind wir hier wahrscheinlich nur noch in den Kinder oder eher doch in den Kinderschuhen. Tatsächlich. Was bedeutet für euch das Thema Gesundheit?

vJa, wir haben am Anfang schon mal so ein bisschen drüber gesprochen. Aber wenn wir natürlich auch unseren Mitmenschen Genesung oder Gesundheit wünschen, dann gehen wir meistens eher auf das körperliche Wohlbefinden ein. Ja, aber betrachten wir den Menschen ganzheitlich, dann kann natürlich sein, dass er sich also körperlich voll funktionsfähig fühlt, aber an seinem psychischen, also er hat psychische Probleme oder ist vielleicht auch sozial isoliert und dementsprechend...

Ja, das sind eigentlich drei Aspekte für uns, die die Gesundheit halt ja ist und die halt zusammenwirken. Das ist eigentlich das Spiel aus... Gesundheit ist Körper, Geist und Seele. Und wenn die nicht im Einklang sind, dann ja ist, ist man vielleicht nicht heil. Und deshalb sagen wir auch immer der ganzheitlicher Ansatz.

Ja, das Zusammenspiel aus allen.

Welche Eigenschaften sollte aus eurer Sicht der Arzt als Unternehmer haben?

Welche Eigenschaften? Das ist eine gute Frage. Also er sollte offen sein. Also Menschlichkeit ist da ein ganz wichtiger Aspekt. Mitgefühl. Also wenn ich mitfühlen kann, dann bin ich auch schon bei meinem Patienten, bei meinem Menschen. Ich sollte die richtigen Werte haben. Da ist sowas wie Nächstenliebe noch, Barmherzigkeit. Das sind Dinge, die haben wir früher alle so benutzt in unserer Sprache.

Heute sind das so sehr altmodische Begriffe, die so ein bisschen in den Hintergrund gerückt sind. Aber eigentlich hat ja der Arzt mal einen Eid geschworen. Mensch... Menschen helfen. Und was ist wirklich Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Güte, Mitgefühl? Und ja, wenn er dann noch offenen und kreativ ist, dann kann er gar nichts mehr falsch machen.

Er hat eine gute Grundlage gemacht. Gibt es ein Buch oder ein Film, der euch in den letzten Monaten überhaupt besonders erreicht motiviert, mitgerissen hat, den ich empfehlen könnt?

Da wir natürlich auch den Fokus auf die emotionale Intelligenz setzen, ist es natürlich für uns eigentlich unabdingbar. Daniel Goleman zum Thema Emotionale Intelligenz zu lesen. Ja, dann ist noch ein zweites Buch Emotionale Führung. Dann kann man sich auf jeden Fall mit dem Thema schon intensiv beschäftigen, so voll auch wissenschaftlich. Ich weiß nicht, ob man sieht.

Oh ja sehr gut.

Der Buchtipp von uns. Und ja, als Filmtipp "Die stille Revolution". Da geht es ein bisschen um neue Führung, welche Werte wichtig sind. Und ganz, ganz spannend. Also man merkt, dass sich Gesellschaft gerade jetzt, also sich gesellschaftlich sehr viel verändert. Und da lernt man auch andere Führung quasi kennen.

Bin bin ich total bei euch. Toller Film. Ich hab letzte Woche noch ein Buch geschenkt bekommen von Gerald Hüther, der auch damit mitgewirkt hat und mitspielt. Ganz, ganz toller Film, tolle tolle Empfehlung. Und die letzte Frage Gibt es jemand, den ihr uns als Podcast Gast hier für diesen Podcast empfehlen könnt? Gerne aus dem Bereich Medizin. Muss aber nicht sein. Kann auch ganz jemand anders sein, der einfach super interessant?

Wen könnten wir empfehlen, der hilfreich sein könnte.

Ihr könnt mir aber auch nachliefern, ist überhaupt kein Problem. Es ist jetzt nicht irgendwie... Der muss auf jeden Fall rein, der muss auf jeden Fall hören. Also gerne gerne zu einem späteren Zeitpunkt. Ich danke euch ganz herzlich für eure Zeit heute morgen. Es ist schon außergewöhnlich, dass ihr beiden so diesen Weg, finde ich, wirklich zueinander gefunden habt, dass ihr aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommt, dass ihr aber miteinander was Tolles aufbaut und dann auch noch das an die Mediziner weitergibt.

Wirklich ganz, ganz großartig. Also noch mal vielen Dank für das, was ihr tut. Vielen Dank für eure Zeit heute morgen und für alle, die zugehört und zugeschaut haben, auch nochmal ganz herzlichen Dank dafür, dass ihr dabei wart und vergesst bitte nicht, eine Bewertung abzugeben bei iTunes oder YouTube, wo ihr uns noch immer sieht. Spotify oder wo auch immer auf dieser Welt ist ganz wichtig für uns. Denn dann erfahren noch viel viel mehr Leute davon, dass wir Podcast machen, der sich im Mediziner Bereich tummelt.

Und ja, dann kommen wir... Vielleicht Bewertungen auch immer sehr sehr gerne. Ist auch schön. Oder einfach mal Kommentar hinterlassen und mal sagen wie ihr das findet. Ob das gut oder schlecht ist, spielt überhaupt keine Rolle. Bewerten es immer toll. Also am liebsten natürlich eine gute Bewertung.

Ach ja, ja.

Also für alle, die nochmal zugehört haben und zugeschaut haben eine tolle Woche und bleibt unternehmerisch. Und den letzten Satz bzw. das Abschlusswort haben immer meine Gäste.

Ja, wir möchten uns auch mal ganz herzlich bedanken, sind wir auch dankbar. Wir kennen dich ja schon auch persönlich und konnten dich schon persönlich kennen... Im privaten Gespräch kennenlernen. Wir sind menschlich sehr von dir abgeholt und möchten auch sagen an dieser Stelle, dass wir auch deine Arbeit sehr sehr schätzen und toll finden, was du da machst.

Vielen Dank.

Ja, also wir denken, es ist wichtig, weil auch unser Ansatz ist. Und ja, wir freuen uns, dass wir heute hier sein durften, dass... Wir hoffen, wir erreichen viele, viele Ärzte.

Und es freut uns natürlich, dass sich die Wege so gekreuzt haben, dass du uns auch eingeladen hast. Und wir hoffen, dass wir gemeinsam alle noch ganz, ganz, ganz viel bewirken können.

Genau das, lasst uns genau so stehen. Also macht's gut. Schöne Woche. Tschüss.

Link zu YouTube.

Coaching für Ärzte: "Wir schulen Persönlichkeit, um ein gesundes Fundament für den Arzt in der Zukunft zu schaffen!" - Dalina Dembler und Lucia Talotti.
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