5 Anzeichen für eine innere Kündigung: Frühzeitig erkennen und lösen!

Eine Büroangestellte arbeitet hart im Büro.
Die innere Kündigung ist ein innerlicher Prozess der durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Es ist oftmals ein langsamer und stillschweigender Prozess und für Außenstehende häufig nicht – oder erst sehr spät – ersichtlich.

Die innere Kündigung muss nicht immer bewusst geschehen, sondern kann häufig auch unterbewusst laufen

Doch woran erkennst du als UnternehmerIn oder Führungskraft, ob deine MitarbeiterInnen im Prozess der innerlichen Kündigung stecken?

Wir haben 5 Anzeichen für dich, an denen du eine innere Kündigung erkennen kannst!

  1. Die Eigeninitiative an der Arbeit sinkt und die MitarbeiterInnen leisten im Vergleich zu vorher nur noch ein Mindestmaß an vorgeschriebener Arbeit.
  2. Die Fehlzeiten und Krankheitstage der MitarbeiterInnen steigen an.
  3. Ein Desinteresse an Weiterbildungsmöglichkeiten oder weitere Planungen innerhalb des Unternehmens ist vorhanden.
  4. Private Interessen werden stark auf der Arbeit vertreten.
  5. Der Umgang mit dem Vorgesetzten und KollegInnen verändert sich und es wird sich vermehrt negativ unterhalten.

Die MitarbeiterInnen distanzieren sich, bewusst oder unbewusst, vom Unternehmen und können sich nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren.

Welche Ursachen kann es dafür geben?

  • Überlastung am Arbeitsplatz mit ersten Anzeichen für Burnout
  • Die eigene Tätigkeit im Unternehmen wird als sinnlos erlebt
  • Viele Auseinandersetzungen und Konflikte mit ArbeitskollegInnen
  • Keine Förderungsmöglichkeiten oder Perspektiven für die Weiterentwicklung der MitarbeiterInnen
  • Fehlverhalten der Führungskraft durch mangelnde oder falsche Kommunikation
  • Keine organisierten Mitarbeitergespräche mit klaren Zielvorgaben
  • Fehlende Wertschätzung am Arbeitsplatz
Innere Kündigung kann eine Folge von Überlastung am Arbeitsplatz sein.
Innere Kündigung kann eine Folge von Überlastung am Arbeitsplatz sein.

Innere Kündigung: Entgegenwirken und Vorbeugen

1. Sinnstiftende Tätigkeit

Biete deinen MitarbeiterInnen die Möglichkeit ihr persönliches „Warum“ und ihren eigenen Sinn zu finden, denn eine sinnstiftende Tätigkeit bildet einen intrinsischen Antrieb. Somit erkennen die MitarbeiterInnen den Grund warum sie jeden Tag gerne ins Büro kommen oder in deinem Unternehmen tätig sind. Es kann eine starke Mitarbeiterbindung aufgebaut werden. Sinnstiftende Unternehmen haben eine starke Anziehungskraft für Menschen. MitarbeiterInnen, welche stark nach einer sinnstiftenden Tätigkeit ein Unternehmen auswählen, sind langfristig motiviert, innovativ, kreativ und bringen sich stark ins Unternehmen mit ein. Daher wähle deine MitarbeiterInnen nicht aufgrund von perfekt passender Expertise aus, sondern weil ihr einen gemeinsamen Sinn verfolgt.

2. Gemeinsame Zielsetzungen

Durch gemeinsame Zielsetzungen und Entwicklungsperspektiven kannst den MitarbeiterInnen die Möglichkeit geben sich ins Unternehmen mit einzubinden. Sie identifizieren sich mehr mit dem Unternehmen und entwickeln ein Wir-Gefühl. Durch gemeinsame Ziele gibst du den MitarbeiterInnen die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Entwicklung und zeigst, dass du über den beruflichen Kontext hinaus die persönlichen Bedürfnisse deiner MitarbeiterInnen wahrnimmst und förderst.

3. Transparente und offene Kommunikation

Offene und ehrliche Gespräche am Arbeitsplatz zwischen Vorgesetzten und MitarbeiterInnen sind essenziell, denn eine regelmäßige und transparente Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung für ein gutes Arbeitsklima. Nur durch ehrliche Gespräche kann eine Vertrauensbeziehung aufgebaut werden. Auch die Kommunikation unter den KollegInnen sollte offen und ehrlich sein. Als Vorgesetzter oder Führungskraft ist man verantwortlich die passenden Kommunikationsstrukturen zu schaffen, um auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen eingehen zu können und das Betriebsklima positiv zu fördern. Denn Vorgesetzte sollten ihre MitarbeiterInnen in erster Linie als Persönlichkeit und Menschen kennenlernen und beobachten. Folglich können Veränderungen besser wahrgenommen werden.

4. Empathisch sein

Empathie ist die Fähigkeit und die Bereitschaft, die innere Welt und die Persönlichkeitsmerkmale seiner MitarbeiterInnen zu erkennen und sie zu verstehen. Dieses Verstehen ist zunächst einmal neutral. Gerade wenn Probleme im Unternehmen herrschen, wollen diese wirklich verstanden werden, sonst wird an Symptomen herumgedoktert.

Empathie ist nicht dazu da, einfach nur nett zueinander zu sein, sondern Motivationen und Hindernisse ehrlich zu verstehen und gemeinsam Problemlösungen anzugehen.

Solches Herangehen gelingt nicht nur besser, sondern unterstützt auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und es erübrigt Kontrollverfahren. Empathie macht in höchstem Maße authentisch und klar. Vorgesetzte, die sich in diesen Bereichen schulen, zeigen zudem einen hohen Grad an Verantwortungsbewusstsein. Durch diese Integrität entsteht Glaubwürdigkeit.

Das Business-Team reicht sich die Hände zur Unterstützung und Zusammenarbeit.

5 Tipps für bessere Zusammenarbeit

Wer kennt das nicht: die Aufgaben im Unternehmen werden immer komplexer, während die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter immer größer und anspruchsvoller werden. Dies verursacht innerlichen Stress und es kommt nicht selten zu Überforderung und Konflikten unter den Mitarbeitern. Wie können Sie das als Führungskraft lösen?

Weiterlesen »
Geschäftsteam bei einem Brainstorming, das gemeinsam um einen Tisch im Büro sitzt und sein aktuelles Projekt bespricht.

5 Tipps zur Mitarbeiterführung: Das Tom & Jerry Prinzip

Die Mitarbeiterführung und die Aufgaben in Unternehmen werden immer komplexer und die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter immer anspruchsvoller. Jeder Mitarbeiter tickt anders. Als gute Führungskraft hat man die Aufgabe, die Stärken der Mitarbeiter zu entdecken und sie individuell einzusetzen – Doch wie können Sie die verschiedenen Mitarbeitertypen zu guter Zusammenarbeit motivieren?

Weiterlesen »
Das gemeinsame Kaffeetrinken in einer Kaffeepause ist eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen.

5 Kommunikationstipps für Ihr Unternehmen

Konflikte begegnen uns täglich – egal ob aufgrund von verschiedenen Interessen, Zielsetzungen oder Wertvorstellungen. Auch im beruflichen Alltag lassen sich Auseinandersetzungen nie ganz vermeiden. Daher ist der Umgang mit Konflikten entscheidend und gewinnt gerade für Führungskräfte immer mehr an Bedeutung. Hier sind passende Strukturen und ein effektives Konfliktmanagement gefragt.

Weiterlesen »

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Erhalten Sie die Neuigkeiten des Denke Gross Instituts bequem und kostenlos per E-Mail.

Jetzt abonnieren!

Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

Kommentar verfassen